Servicevorstellung
Chemische Oberflächenbehandlung von Aluminiumreflektoren
Die
chemische Oberflächenbehandlung stellt in der
Herstellung eines hochglänzenden Aluminiumreflektors
die Schlußphase dar. Durch Sie, den sogenannten
„finish“, erhält der Reflektor
seinen Spiegelglanz mit einem Reflexionsvermögen
von bis zu 86%.
Der Behandlungsprozeß setzt sich im wesentlichen
aus vier Schritten zusammen:
- Reinigen/Entfetten (Vorbehandlung),
- Chemisches Glänzen,
- Anodische Oxidation (Eloxieren),
- Verdichten (Sealen).
Vor dem Glänzen und Anodisieren ist ein gründliches
Reinigen des mechanisch geformten
(„gedrückten“) Rohreflektors von
Fetten, Ölen und Schmutz erforderlich. Das Reinigen
erfolgt vornehmlich in wäßrigen Bädern
unter Verwendung von alkalischen, schwach metallabtragenden
Lösungen. Wenn die Rohreflektoren nicht stark
und nicht ungleichmäßig schmutzig und fettig
sind, können Sie auch ohne Vorbehandlung direkt
chemisch geglänzt werden, wobei das Glänzbad
die Reinigung bewirkt, was natürlich auf Kosten
der Chemikalien und der Tauchdauer geht.
Dem Reinigungsprozeß schließt sich das
chemische Glänzen an, bei dem
das Aluminium so geglättet wird, daß es
eine glänzende Oberfläche erhält (Abtragung
des kritischen Oberflächenbereichs und Einebnung
von Mikrorauhigkeiten, Poliereffekt). Um einen möglichst
hohen Glanz und hohe Reflexionswerte zu erzielen,
ist Aluminium hoher Reinheit (Reinaluminium Al 99,5
bis 99,9 sowie Reinstaluminium mit Reinheitsgraden
von bis zu 99,99 Gewichtsprozent Aluminium) erforderlich.
Die bekanntesten Verfahren sind das Erftwerk- und
das Alupol-Verfahren, bei denen der Materialabtrag
je nach Arbeitsbedingungen 10 bis 15 Micrometer beträgt.
Beim Erftwerkverfahren setzt sich
das Glänzbad hauptsächlich aus Ammoniumbifluorid,
Salpeter- und Flußsäure zusammen. Die Badtemperatur
liegt zwischen 80° und 90°, die Glänzdauer
zwischen 15 und 30 Sekunden. Die gereinigten Rohreflektoren
werden auf geeigneten Gestellen in das Glänzbad
(wasserbeheizte, mit säure- und hitzebeständigem
Hartgummi ausgekleidete Stahlwannen oder Kunststoffbehälter)
gebracht und von Hand bewegt, damit keine sogenannten
Gasbahnen entstehen können. |