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  ISSN 1617-2140 
  März 2003 ACL REFLECTOR NEWS  
Chemische
Oberflächenbehandlung von Aluminiumreflektoren
 

 

 

 
Servicevorstellung
Chemische Oberflächenbehandlung von Aluminiumreflektoren

Die chemische Oberflächenbehandlung stellt in der Herstellung eines hochglänzenden Aluminiumreflektors die Schlußphase dar. Durch Sie, den sogenannten „finish“, erhält der Reflektor seinen Spiegelglanz mit einem Reflexionsvermögen von bis zu 86%.

Der Behandlungsprozeß setzt sich im wesentlichen aus vier Schritten zusammen:

  • Reinigen/Entfetten (Vorbehandlung),
  • Chemisches Glänzen,
  • Anodische Oxidation (Eloxieren),
  • Verdichten (Sealen).

Vor dem Glänzen und Anodisieren ist ein gründliches Reinigen des mechanisch geformten („gedrückten“) Rohreflektors von Fetten, Ölen und Schmutz erforderlich. Das Reinigen erfolgt vornehmlich in wäßrigen Bädern unter Verwendung von alkalischen, schwach metallabtragenden Lösungen. Wenn die Rohreflektoren nicht stark und nicht ungleichmäßig schmutzig und fettig sind, können Sie auch ohne Vorbehandlung direkt chemisch geglänzt werden, wobei das Glänzbad die Reinigung bewirkt, was natürlich auf Kosten der Chemikalien und der Tauchdauer geht.

Dem Reinigungsprozeß schließt sich das chemische Glänzen an, bei dem das Aluminium so geglättet wird, daß es eine glänzende Oberfläche erhält (Abtragung des kritischen Oberflächenbereichs und Einebnung von Mikrorauhigkeiten, Poliereffekt). Um einen möglichst hohen Glanz und hohe Reflexionswerte zu erzielen, ist Aluminium hoher Reinheit (Reinaluminium Al 99,5 bis 99,9 sowie Reinstaluminium mit Reinheitsgraden von bis zu 99,99 Gewichtsprozent Aluminium) erforderlich. Die bekanntesten Verfahren sind das Erftwerk- und das Alupol-Verfahren, bei denen der Materialabtrag je nach Arbeitsbedingungen 10 bis 15 Micrometer beträgt. Beim Erftwerkverfahren setzt sich das Glänzbad hauptsächlich aus Ammoniumbifluorid, Salpeter- und Flußsäure zusammen. Die Badtemperatur liegt zwischen 80° und 90°, die Glänzdauer zwischen 15 und 30 Sekunden. Die gereinigten Rohreflektoren werden auf geeigneten Gestellen in das Glänzbad (wasserbeheizte, mit säure- und hitzebeständigem Hartgummi ausgekleidete Stahlwannen oder Kunststoffbehälter) gebracht und von Hand bewegt, damit keine sogenannten Gasbahnen entstehen können.

 

 

 

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Nach dem chemischen Glänzen müssen die Reflektoren sofort kräftig und vollständig gespült werden, damit nicht Reste des Bades weiter einwirken können, was zu Flecken auf der Oberfläche führen würde.

Ohne zusätzlichen Schutz durch eine anschließende anodische Oxidation geht die Glanzwirkung infolge der natürlichen Oxidation schnell zurück. Die April-Ausgabe dieses Newsletters beschreibt den Prozeß der anodischen Oxidation und das Verdichten (Sealen) der Oberfläche als abschließende chemische Reaktion.

   
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