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  ISSN 1617-2140 
  April 2003 ACL REFLECTOR NEWS  
Chemische
Oberflächenbehandlung von Aluminiumreflektoren (Fortsetzung)
 

 

 

 
Servicevorstellung
Chemische Oberflächenbehandlung von Aluminiumreflektoren (Fortsetzung)

Dem in der März-Ausgabe unseres Newsletters be- schriebenen chemischen Glänzen schließt sich die anodische Oxidation (Eloxieren) als ein elektro- lytisches Verfahren an, durch das eine Oxidschicht auf der Aluminiumoberfläche erzeugt wird. Eine anodische Oxidschicht kann nur an einem als Anode geschaltetem Metall erzeugt werden. Durch die Einwirkung des elektrischen Stromes entsteht während der Elektrolyse an der Anode atomarer Sauerstoff, der mit dem Aluminium reagiert, wobei sich Aluminiumoxid bildet. Diese im Vergleich zur natürlichen Oxidation über das Hundertfache verstärkte Oxidschicht ist mit der Metalloberfläche fest verankert. Die für Reflektoren benötigten Schichtdicken von 4 bis 10 Mikrometer werden überwiegend mit Gleichstrom im Schwefelsäure-Elektrolyt (15-20% Schwefelsäure, 80 bis 85% Wasser, Badtemperatur: 18 bis 22 Grad) erzeugt. Anodisch erzeugte Oxidschichten sind transparent. Das einfallende Licht wird an der Grenzfläche Oxid/Metall reflektiert. Der Reflexionsgrad hängt daher von der Oberflächenbeschaffenheit des Aluminiums und der Transparenz der Oxidschicht ab. Das Reflexionsvermögen sinkt mit abnehmendem Reinheitsgrad des Aluminiums und mit zunehmender Oxidschichtdicke.

 

 

 

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Das Verdichten (engl. sealing) stellt den letzten Schritt bei der chemischen Oberflächenbehandlung von Aluminiumreflektoren dar. Die anodisch erzeugte Oxidschicht ist mikroporös. Sie erreicht ihre optimale Beständigkeit erst durch eine Verdichtungsbehandlung, die einen Porenverschluß bewirkt. Das Verdichten anodisierter Aluminiumoberflächen erfolgt vornehmlich in vollentsalztem, siedendem Wasser bei über 96 Grad Celsius. Die Oxidschicht wird während des Verdichtungsprozesses hydratisiert, wobei eine Umwandlung des Oxids in Böhmit stattfindet. Dieser Vorgang ist mit einer Volumenvergrößerung verbunden und führt zu einem Porenverschluß, der die Schicht gegen Flüssigkeiten undurchlässig und gegen äußere Einwirkungen erheblich widerstandsfähiger macht.

Das Ergebnis ist ein hochglänzender Reflektor mit einem Reflexionsvermögen von mehr als 86%.
   
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